FAQ | Dezentrale Wohnraumlüftung – Kosten, Planung & Schimmelschutz
Dezentrale Wohnraumlüftung: Vorteile, Kosten und Nachrüstung
Sie ist die ideale Lösung für Neubauten, energetische Sanierungen und Bestandsgebäude. Da das System ohne raumübergreifende Luftkanäle auskommt, entfallen aufwendige Deckenabhängungen. Die Installation erfolgt autark pro Nutzungseinheit oder Raum.
Die Geräte nutzen meist das Pendellüfter-Prinzip (Reversierbetrieb). Ein Ventilator ändert alle 70 Sekunden seine Laufrichtung. Während der Abluftphase speichert ein keramischer Wärmetauscher die Energie der Raumluft, die in der Zuluftphase an die einströmende Frischluft abgegeben wird.
In Funktionsräumen (Bad/Küche) kommen oft reine Abluftgeräte zum Einsatz, die Feuchtelastspitzen abführen. In Wohnräumen sorgen paarweise kommunizierende Geräte für einen bilanzierten Luftstrom. So entsteht ein definierter Querlüftungseffekt über die gesamte Wohnfläche.
Die Platzierung unterhalb der Decke nutzt die Coanda-Wärmeübertragung und verhindert Zugerscheinungen. Zudem wird die natürliche Thermik unterstützt, da warme, belastete Luft aufsteigt und so effizienter vom Keramikspeicher des Lüfters erfasst werden kann.
Ohne Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 steigt das Risiko für CO₂-Anreicherung und Bauschäden. Die Anlage stellt den Mindestluftwechsel zum Feuchteschutz sicher, schützt die Bausubstanz und sorgt für ein gesundes Raumklima.
Neben den geringeren Investitionskosten punktet das System durch Hygiene: Es gibt keine langen Rohrleitungen, die im Laufe der Jahre verschmutzen könnten. Jedes Gerät ist direkt zugänglich und einfach zu reinigen.
Integrierte G3- oder F7-Filter reinigen die Außenluft, bevor sie in den Raum gelangt. Dies reduziert allergene Belastungen massiv. Zudem wird die Radon-Konzentration in betroffenen Gebieten durch den stetigen Luftwechsel effektiv gesenkt.
Das System überwacht (optional per Sensorik) die relative Luftfeuchtigkeit. Sobald Grenzwerte überschritten werden, schaltet die Anlage hoch, um Wasserdampf abzuführen, bevor er an kalten Bauteilen kondensieren kann.
Hochleistungs-Keramikspeicher erreichen Wärmebereitstellungsgrade von bis zu 90 %. Das bedeutet, dass die einströmende Luft fast Zimmertemperatur hat, was den Heizbedarf im Winter drastisch reduziert.
Moderne EC-Motoren verbrauchen oft weniger als 3 bis 5 Watt pro Gerät. Das Verhältnis von eingesetzter elektrischer Energie zu gewonnener thermischer Energie (COP) ist bei dezentralen Lüftern hervorragend.
Durch strömungsoptimierte Ventilatoren wird die Eigengeräuschemission minimiert. Spezielle Schallschutzhauben können zudem den Außenschall (Straßenlärm) effektiv dämmen.
Sensoren messen permanent die VOC-Belastung (Mischgase) oder Feuchtigkeit und regeln den Volumenstrom stufenlos. Das garantiert maximale Effizienz bei minimalem Betriebsgeräusch.
Mittels einer Kernbohrung (meist 160 mm oder 200 mm) wird ein Wanddurchbruch erstellt. Die Stromversorgung kann oft über bestehende Steckdosenkreise abgegriffen werden. Statik-Eingriffe sind minimal.
Wir empfehlen eine Sichtprüfung alle 3 Monate. Die Reinigung des Keramikspeichers unter Wasser ist meist nur einmal jährlich nötig. Der werkzeuglose Zugang macht die Wartung extrem einfach.
Das System übernimmt die Lüftung zum Feuchteschutz autonom. Fenster können natürlich geöffnet werden, jedoch geht dabei im Winter die wertvolle Wärmeenergie verloren.
Da keine teuren Luftkanäle und Brandschutzklappen verbaut werden müssen, liegen die Kosten oft 30–50 % unter denen eines Zentralsystems. Zudem entfallen spätere Kosten für Rohrreinigungen.
Im Rahmen der BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) sind Zuschüsse möglich, sofern hocheffiziente Kriterien erfüllt sind und ein Lüftungskonzept vorliegt.
Die Integration erfolgt über Standards wie Modbus oder KNX. Dies ermöglicht die Steuerung via App, Kopplung mit Rauchmeldern oder Synchronisation mit der Heizungssteuerung.
EC-Motoren sind bürstenlos und nahezu verschleißfrei. Der keramische Wärmespeicher ist unbegrenzt haltbar, was eine hohe Langzeitstabilität garantiert.
Weiterführende Links:
- SmartFan in der Funk-Version als Komplettsystem
- SmartFan in der Kabel-Version als Komplettsystem
- SmartFan Zubehör wie Controller und Material für die Vormontage
- SmartFan Sonderlösungen für die speziellen Fälle
- SmartFan technische Daten im Überblick
- Hilfreiche Hinweise zur Planung & Montage
- Kundenstimmen aus der Praxis zum Thema Anwendung & Nutzung
- Fachartikel "Warum moderne Gebäude heute mehr brauchen als nur dichte Fenster"