Einzelraumlüftung im Feuchtraum: Technik, Normen und Praxis
Bäder und Feuchträume erzeugen hohe Feuchtelasten, die ohne ausreichende Lüftung zu Kondenswasser, Gerüchen und Schimmelbildung führen
können. Eine Einzelraumlüftung sorgt für den kontinuierlichen Abtransport feuchter Luft und trägt so zum Schutz der
Bausubstanz und der Gesundheit bei.
Häufige Fragen zur Badlüftung (Einzelraumlüftung)
Im Bad entsteht durch Duschen und Baden kurzfristig sehr viel Feuchtigkeit. Ohne gezielte Lüftung kann diese nicht ausreichend
abgeführt werden. Eine Einzelraumlüftung verhindert Feuchteschäden, reduziert Schimmelrisiken und verbessert das Raumklima
dauerhaft.
Ja. Diese Normen geben Anforderungen an Auslegung und Lüftungskonzepte vor und stellen sicher, dass die Lüftung dauerhaft die
hygienischen Mindestanforderungen in Wohnungen erfüllt. Welche Norm anzuwenden ist, hängt von Gebäudeart und Nutzung ab.
Die Grundlast sorgt für einen kontinuierlichen Feuchtigkeitsabtransport im Alltag. Die Volllast
wird bei kurzfristig hoher Feuchtigkeit, zum Beispiel nach dem Duschen oder Baden, aktiviert. Typische Auslegungswerte sind etwa
30 m³/h (Grundlast) und 60 m³/h (Volllast – systemabhängig).
Ja. Systeme wie das ER-EC sind durch ihre kompakte Bauweise und geringe Einbautiefe sehr gut für die Nachrüstung
in bestehenden Bädern und WCs geeignet. Voraussetzung sind ein geeigneter Leitungsanschluss und eine passende Einbausituation.
EC steht für „Electronically Commutated“ (elektronisch kommutierter Gleichstrom). Das ER-EC nutzt einen
bürstenlosen Gleichstrommotor (BLDC), der elektronisch gesteuert wird. Dies ermöglicht einen hohen Wirkungsgrad, eine stufenlose
Drehzahlregelung und einen besonders leisen Betrieb – ideal für energieeffiziente Dauerlüftung.
Ein Feuchtesensor erkennt automatisch den Anstieg der Luftfeuchtigkeit, etwa beim Duschen, und schaltet selbstständig von Grundlast
auf Volllast. So wird die Feuchtigkeit schnell reduziert, ohne dass man manuell eingreifen muss.
Der Bewegungssensor schaltet die Lüftung auf Volllast, sobald eine Person im Bad erkannt wird. Nach einer einstellbaren
Nachlaufzeit (z. B. 15 Minuten) schaltet das Gerät automatisch wieder in den Grundlastbetrieb zurück.
Moderne EC-Systeme wie das ER-EC sind für einen besonders leisen Betrieb ausgelegt. Dadurch können sie auch im
Dauerbetrieb genutzt werden, ohne als störend empfunden zu werden.
In vielen Fällen nicht. Das ER-EC ist modular aufgebaut und besteht aus drei Komponenten, die eine weitgehend
werkzeuglose Montage ermöglichen. Die genaue Montage hängt von Einbausituation, Unterputzkasten und Leitungsführung ab.
Der Unterputzkasten des ER-EC erlaubt eine flexible Ausblasrichtung, unter anderem durch eine 90°-Drehmöglichkeit.
So kann der Anschluss an die Lüftungsleitung (z. B. DN 75/80) auch bei schwierigen Einbausituationen realisiert werden.
Für einen hygienischen Betrieb ist der regelmäßige Filterwechsel wichtig. Das ER-EC verfügt über eine
Filterwechselanzeige und ermöglicht einen werkzeuglosen Austausch. Das konkrete Wechselintervall hängt von Nutzung und
Umgebungsbedingungen ab.
Ja. Durch das hohe Druckvermögen eignet sich das ER-EC auch für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern, zum Beispiel
bei gemeinsamer Steigleitung mit mehreren Geräten. Die Auslegung sollte objektbezogen erfolgen.
Ja. Die flache, formschöne Abdeckung des ER-EC passt sich modernem Baddesign an und kann zur optisch sauberen
Ausrichtung leicht justiert werden, zum Beispiel um ± 5°.
Ja. Durch den modularen Aufbau kann die Steuerung des ER-EC – etwa von Zeitschaltung auf Feuchte- oder
Bewegungssensor – auch nachträglich einfach angepasst oder nachgerüstet werden.
Ja. Eine kontinuierliche Grundlüftung in Kombination mit einer automatischen Volllast bei erhöhter Feuchtigkeit ist eine sehr
effektive Maßnahme zur Schimmelprävention im Bad.