Zum Hauptinhalt springen

Glossar & Stichwortverzeichnis

Stichwortverzeichnis – Wäscheschacht, Brandschutz, Lüftung & LED-Beleuchtung


A

abZ – Bauaufsichtliche Zulassung
abZ – allgemeine bauaufsichtliche Zulassung
Definition: Eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) ist ein Verwendbarkeitsnachweis für Bauprodukte, die nicht oder nicht vollständig durch technische Normen geregelt sind. Sie wird vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin erteilt und ist bundesweit gültig.

Bedeutung für Wäscheschacht-Brandschutz: Brandschutz-Einwurftüren müssen über eine abZ verfügen. F30 = Z-6.55-2336, F90 = Z-6.55-2167. Ohne gültige abZ dürfen Bauteile in brandschutzrelevanten Situationen nicht verbaut werden.

Abgrenzung: Eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) ist erforderlich, wenn das Vorhaben außerhalb des geregelten Anwendungsbereichs einer abZ liegt.
Angebots-Service
Angebots-Service
Definition: Kostenloser Service zur individuellen Planung und Angebotserstellung für Wäscheschacht- und Lüftungssysteme – von der ersten Frage bis zum fertigen Angebot.
Argent (SIGOR)
Argent (SIGOR)
Definition: SIGOR-Einbauleuchten-Serie mit IP54-Schutzklasse für den Einsatz in Feuchträumen wie Bad, Dusche und überdachten Außenbereichen. Runde Einbauleuchte, dimmbar.
Auffangsack (Wäsche)
Auffangsack (Wäsche)
Definition: Textilbehälter am unteren Ende des Wäscheschachts. Erhältlich in Standard- und XL-Ausführung. Regelmäßiges Leeren ist die wichtigste Maßnahme gegen Gerüche.
Aufbauleuchte (SIGOR)
Aufbauleuchte (SIGOR)
Definition: LED-Leuchte zur Montage auf Decke oder Wand. SIGOR bietet Aufbauleuchten für Wohn- und Arbeitsräume in verschiedenen Designs und Lichtfarben.
Außenleuchte (SIGOR)
Außenleuchte (SIGOR)
Definition: Wetterfeste LED-Leuchte für den Außenbereich, nach IP54 oder IP65 zertifiziert. Auch als Solar-Variante (KLEWE) erhältlich.

B

Baustoffklasse A1
Baustoffklasse A1
Definition: A1 ist die höchste Baustoffklasse nach DIN 4102 – „nicht brennbar". Das Material trägt im Brandfall nicht zur Brandlast bei.

Relevanz für Wäscheschächte: Edelstahl DIN 1.4301 (V2A) erfüllt A1 – Pflicht für alle Schachtmaterialien in F30/F90-Systemen. PVC (B2, normalentflammbar) ist ausgeschlossen.
Brandschutz (F30/F90)
Brandschutz (F30/F90)
Definition: Brandschutzanforderungen für Wäscheschacht-Systeme zur Verhinderung der Feuer- und Rauchübertragung zwischen Brandabschnitten.

Was bedeuten F30/F90? Feuerwiderstandsdauer in Minuten. Wäscheschächte, die Brandabschnitte durchdringen, müssen entsprechend klassifizierte Einwurftüren haben.

Rechtliche Grundlage: Gebäudeklassen der jeweiligen Landesbauordnungen (LBO) und MLAR. Alle brandschutzrelevanten Komponenten benötigen eine abZ des DIBt.

Kontext: Im privaten Einfamilienhaus (GK 1–2) meist nicht vorgeschrieben. Ab GK 3 F30 Pflicht.
Brandschutz-Einwurftür
Brandschutz-Einwurftür
Definition: Speziell zugelassene Einwurftür für Wäscheschächte in Brandabschnitte trennenden Wänden oder Decken. Dauerhaft geschlossene Grundstellung – Brandschutzwirkung durch diese Grundstellung, nicht durch selbsttätiges Schließen.

Unterscheidung: F30-Türen (abZ Z-6.55-2336) für GK 3–4, F90-Türen (abZ Z-6.55-2167) für Hochhäuser und Sonderbauten. Schachtmaterial muss Baustoffklasse A1 erfüllen.
Brandschott
Brandschott
Definition: Zugelassenes Bauteil, das den Ringspalt zwischen Schachtrohr und Deckendurchbruch im Brandfall selbsttätig schließt. Intumeszenzmaterial reagiert auf Hitze und dehnt sich aus.

Relevanz: An jedem Deckendurchbruch des Wäscheschachts Pflicht – ohne Brandschott keine F30/F90-Systemkonformität.

C

CRI (Color Rendering Index)
CRI (Color Rendering Index)
Definition: Internationaler Begriff für die Farbwiedergabe – identisch mit dem Ra-Wert. Max. 100. Ra 80 = Standard · Ra 90+ = Wohnraum · Ra 95+ = Premium.

Kontext: SIGOR Diled-Leuchten erreichen Ra 90+, teilweise Ra 95+.

D

Dezentrale Wohnraumlüftung
Dezentrale Wohnraumlüftung
Definition: Lüftungssystem ohne zentrales Kanalnetz – einzelne Räume werden direkt über wanddurchführende Geräte be- und entlüftet.

Funktionsprinzip: Ventilator wechselt zwischen Zuluft und Abluft. Keramik-Rekuperator gewinnt bis zu 90 % der Wärme zurück (→ Wärmerückgewinnung). Pendellüfter stets paarweise betreiben.

Warum relevant? Moderne Gebäude sind luftdicht gedämmt. Ohne kontrollierte Lüftung entsteht Schimmel. DIN 1946-6 schreibt für Neubauten ein Lüftungskonzept vor.
Diled (SIGOR)
Diled (SIGOR)
Definition: SIGOR-Einbauleuchten-Serie mit präzisem, blendarmem Licht. Durchmesser 60 mm / 68 mm, 5 W–10 W, teilweise Low-Glare-Optik. Ra 90+, teilweise Ra 95+. UGR < 19 verfügbar.
Dim-to-Warm
Dim-to-Warm
Definition: Dimm-Technologie, bei der sich die Lichtfarbe beim Dimmen automatisch von kalt-weiß nach warm-weiß verschiebt – ähnlich einer Glühlampe. In mehreren SIGOR-Leuchten integriert.
Dimmbar
Dimmbar
Definition: Eine Leuchte ist dimmbar, wenn ihre Helligkeit reduziert werden kann. Dafür braucht man eine dimmbare Leuchte und einen kompatiblen Dimmer oder Treiber. SIGOR gibt in den Produktdaten an, welche Dimmer-Typen unterstützt werden.

E

Edelstahl (Wäscheschacht) – V2A, V4A, DIN 1.4301, DIN 1.4401
Edelstahl – V2A / V4A (DIN 1.4301 / 1.4401)
Definition: Korrosionsbeständige Stahllegierung mit mindestens 10,5 % Chrom. Der Chromanteil bildet eine selbstheilende Passivschicht.

V2A – DIN 1.4301: Ca. 18 % Chrom, 8–10 % Nickel. Baustoffklasse A1 – Pflicht für F30/F90. Standard für private und gewerbliche Wäscheschächte.

V4A – DIN 1.4401: Zusätzlich 2–2,5 % Molybdän für Chlorid-Beständigkeit. Erste Wahl in Kliniken und OP-Bereichen. Ebenfalls Baustoffklasse A1.

Entscheidungshilfe: V2A für Hotels, Pflegeheime, Privathaushalte. V4A bei chlorhaltiger Desinfektion im Dauerbetrieb.
Einbauleuchte (SIGOR)
Einbauleuchte (SIGOR)
Definition: LED-Leuchte zur bündigen Montage in abgehängte Decken oder Trockenbau. Serien: Diled, Nivo, Argent (IP54 für Feuchträume).
ER-EC System (Einzelraumlüftung)
ER-EC System (Einzelraumlüftung Bad/WC)
Definition: Modulares Einzelraumlüftungssystem für Bäder, WCs und Feuchträume – Unterputzkasten, Ventilatoreinsatz, Abdeckung. EC-Motor im Dauerbetrieb. Nicht mit dem SmartFan-System kombinierbar.

Betriebsweise: Grundlast ca. 30 m³/h (< 3 Watt), Volllast ca. 60 m³/h bei Feuchtigkeitsanstieg.

Normkonformität: DIN 18017-3 und DIN 1946-6.
Einwurftür
Einwurftür
Definition: Bauteil zur Einbringung der Wäsche in den Wäscheschacht.

Unterscheidung nach Öffnungsrichtung:
  • Seitlicher Einwurf: Tür schwingt zur Seite – klassische, gängigste Variante.
  • Einwurf von oben (TopSwing / Kippmulde): Hygienischer und geruchsärmer.
Materialien: Weiß pulverbeschichtet, Edelstahl, V2A für Nassräume.

Brandschutz: Im gewerblichen Bereich Brandschutz-Einwurftüren mit abZ Pflicht.

F

Farbtemperatur (Kelvin / K)
Farbtemperatur (Kelvin / K)
Definition: Beschreibt den Farbton des Lichts in Kelvin (K). Niedrige Werte = warm, hohe Werte = kalt.

Orientierung:
  • 2.200–2.700 K: Warmweiß – Wohnzimmer, Schlafzimmer
  • 3.000 K: Neutrales Warmweiß – Küche, Bad, Esszimmer
  • 4.000 K: Neutralweiß – Büro, Arbeitsräume
  • ab 5.000 K: Tageslichtweiß – selten im Wohnbereich
Kontext: SIGOR-Leuchten meist in 2.700 K oder 3.000 K. Die Thala bietet Tunable White mit beiden Farbtemperaturen.
Farbwiedergabe (Ra / CRI)
Farbwiedergabe (Ra / CRI)
Definition: Ra-Wert (auch CRI) beschreibt die Natürlichkeit der Farbwiedergabe – Skala 0 bis 100.

Richtwerte: Ra 80 = Flure, Büros · Ra 90+ = Wohnräume · Ra 95+ = Küche, Bad, Kunst.

R9-Wert: Misst Rottöne und Hauttöne. R9 > 50 = gut, R9 > 90 = sehr gut.

Kontext: SIGOR Diled erreicht Ra 90+, teilweise Ra 95 mit hohem R9.
FlexMood (SIGOR)
FlexMood (SIGOR)
Definition: SIGOR-Feature in ausgewählten Akkuleuchten (z. B. Thala), das zwei Farbtemperaturen per Touch umschaltbar macht – ohne App oder Dimmer.

G

Gebäudeklasse (GK 1–5)
Gebäudeklasse (GK 1–5)
Definition: Einstufung nach Musterbauordnung (MBO), die die Brandschutzanforderungen bestimmt.

Die fünf Gebäudeklassen:
  • GK 1: Freistehendes Gebäude bis 7 m, ≤ 2 Nutzungseinheiten ≤ 400 m². Typisch: Einfamilienhaus.
  • GK 2: Freistehendes Gebäude bis 7 m, > 400 m².
  • GK 3: Andere Gebäude bis 7 m. Typisch: dreigeschossiges Mehrfamilienhaus.
  • GK 4: Fußboden 7 m bis 13 m. Typisch: 5–7-geschossiges Gebäude.
  • GK 5: Über 13 m. Typisch: Hochhaus, Hotels, Kliniken.
Relevanz: GK 1–2 = kein Brandschutz normativ gefordert. GK 3 = F30 Pflicht. GK 4–5 = F90.

H

Hammerlit (Wäschelogistik)
Hammerlit (Wäschelogistik)
Definition: System zur horizontalen Wäschelogistik mit Pflegewagen, Etagenwagen und Transportcontainern. Ergänzt den vertikalen Wäscheschacht um eine Bodenebenen-Lösung. Farbcodierte Deckelsysteme verhindern Kreuzkontamination.

I

IP-Schutzklasse
IP-Schutzklasse
Definition: IP (Ingress Protection) gibt an, wie gut eine Leuchte gegen Staub und Wasser geschützt ist. Zwei Ziffern: erste = Staubschutz (0–6), zweite = Wasserschutz (0–9).

Wichtigste Werte:
  • IP20: Kein Wasserschutz – nur trockene Innenräume
  • IP44: Schutz gegen Spritzwasser – Bad außerhalb der Schutzzone
  • IP54: Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen – Bad, Dusche, überdachter Außenbereich
  • IP65: Staubdicht + Schutz gegen Strahlwasser – Außenbereich, Garten
  • IP67/68: Zusätzlich wasserdicht
Kontext: SIGOR Argent IP54 für Bad/Dusche · KLEWE Solarleuchten IP65 für Garten.

K

Kamineffekt (Wäscheschacht)
Kamineffekt (Wäscheschacht)
Definition: Aufsteigen warmer Luft in einem vertikalen Schacht – erzeugt Luftzug von unten nach oben.

Relevanz: Einwurftüren ohne umlaufende Dichtung lassen Gerüche aus dem Auffangsack nach oben steigen – häufigste Geruchsursache bei schlecht geplanten Schächten.

Lösung: Einwurftüren mit Gummidichtung + regelmäßiges Leeren des Auffangsacks.
Kernbohrung (Deckendurchbruch)
Kernbohrung (Deckendurchbruch)
Definition: Wassergekühlte Diamantkernbohrung – Standardverfahren für Deckendurchbrüche beim Einbau von Wäscheschächten oder dezentralen Lüftungsgeräten.

Praxisdaten: DN 300 durch 20 cm Beton: ca. 20–30 Minuten. Kosten: ca. 80–150 € pro Bohrloch.
Kelvin (K)
Kelvin (K)
Definition: Maßeinheit für die Farbtemperatur – beschreibt den Farbeindruck, nicht die Wärme der Leuchte.

Faustregel: Wenig Kelvin = warm, gelblich · Viel Kelvin = kalt, bläulich.
2.700 K (Wohnzimmer) · 3.000 K (Küche/Bad) · 4.000 K (Büro) · 6.500 K (Tageslicht).
KLEWE (Solar-Außenleuchten)
KLEWE (Solar-Außenleuchten)
Definition: Produktlinie von SIGOR für solargetriebene Außenleuchten ohne Stromanschluss. IP65 für den dauerhaften Außeneinsatz.
Kreuzkontamination
Kreuzkontamination
Definition: Unbeabsichtigte Übertragung von Keimen von einer kontaminierten auf eine saubere Oberfläche.

Relevanz in der Wäschelogistik: In Kliniken sind farbcodierte Trennsysteme, geschlossene Sammelbehälter und fußbetätigte Öffnungen vorgeschrieben. Ein professioneller Wäscheschacht verhindert Kreuzkontamination auf den Fluren.

Rechtliche Grundlage: KRINKO-Empfehlungen des RKI, Infektionsschutzgesetz (IfSG).
Kunststoff (PVC)
Kunststoff (PVC)
Definition: Materialoption für Wäscheschacht-Rohre mit geringem Gewicht und einfacher Montage. Häufig im privaten Wohnungsbau. PVC hat Baustoffklasse B2 – für gewerbliche Brandschutz-Anwendungen nicht geeignet. Vorteil gegenüber Edelstahl: leiser.

L

LED
LED
Definition: Light Emitting Diode – Halbleiterbauteil, das elektrische Energie direkt in Licht umwandelt, ohne Wärmedraht oder Gas.

Vorteile: Bis zu 90 % weniger Energieverbrauch, Lebensdauer 25.000–50.000 Stunden, sofort hell. Alle SIGOR-Leuchten sind LED-basiert mit festem Treiber – kein Leuchtmittelwechsel nötig.
Lichtausbeute (lm/W)
Lichtausbeute (lm/W)
Definition: Gibt an, wie viel Licht (Lumen) eine Leuchte pro Watt erzeugt. Je höher, desto effizienter.

Vergleich: Glühlampe ca. 10–15 lm/W · Halogen ca. 20–25 lm/W · Moderne LED 80–150 lm/W.
Lumen (lm)
Lumen (lm)
Definition: Maßeinheit für den Lichtstrom – die gesamte abgegebene Lichtmenge.

Faustregel als Glühlampen-Ersatz:
  • ca. 250 lm = 25 W Glühlampe
  • ca. 470 lm = 40 W Glühlampe
  • ca. 800 lm = 60 W Glühlampe
  • ca. 1.100 lm = 75 W Glühlampe
Wichtig: Lumen = abgegebene Lichtmenge · Lux = Helligkeit an einem Punkt.
Luftreiniger
Luftreiniger
Definition: Gerät zur aktiven Reinigung der Raumluft von Partikeln, Schadstoffen, Keimen und Gerüchen – ergänzend zur kontrollierten Lüftung.

Technologien:
  • HEPA-Filter: Filterung bis PM2.5. Filterwechsel alle 6–12 Monate.
  • Elektrostatisch (OneLife X): Bis PM0.1, inaktiviert Viren. Permanent-Filter, auswaschbar.
  • Ionisatoren: Häufig Ozonbildung – problematisch für empfindliche Personen.
Kennzahl: CADR (Clean Air Delivery Rate) in m³/h.
Luftwechsel (n / h)
Luftwechsel (n / h)
Definition: Gibt an, wie oft das Luftvolumen eines Raumes pro Stunde vollständig ausgetauscht wird. Einheit: n/h.

Formel: Luftwechsel = Volumenstrom (m³/h) ÷ Raumvolumen (m³).
Beispiel: 60 m³/h in einem 30 m³ Raum = 2-facher Luftwechsel pro Stunde.

Normwerte nach DIN 1946-6:
  • Mindestluftwechsel (Schimmelschutz): 0,3–0,5 n/h
  • Nennluftwechsel (Grundbetrieb): 0,5–0,7 n/h
  • Intensivlüftung (nach Kochen, Duschen): 1,0–1,5 n/h
Praxis: Mit unserem Luftwechsel-Rechner lässt sich der individuelle Bedarf schnell ermitteln – als Grundlage für die Auslegung des SmartFan-Systems.
CADR (Clean Air Delivery Rate)
CADR – Clean Air Delivery Rate
Definition: Kennzahl für die Reinigungsleistung eines Luftreinigers in m³/h – wie viel Luft pro Stunde vollständig gereinigt wird.

Raumgröße als Faustregel: CADR ÷ 5 = empfohlene Raumgröße in m² bei 2,5 m Raumhöhe und 5-fachem Luftwechsel.
VOC (Flüchtige organische Verbindungen)
VOC – Flüchtige organische Verbindungen
Definition: Flüchtige organische Verbindungen, die bei Raumtemperatur aus Materialien ausdünsten – Farben, Möbel, Kleber, Drucker, Kerzen.

Gesundheitliche Relevanz: Kurzfristig Kopfschmerzen, Reizungen. Einige VOCs (Formaldehyd, Benzol) bei Langzeitexposition krebserregend.

Maßnahmen: Neue Möbel ausdünsten lassen, gut lüften (→ Wohnraumlüftung), bei Dauerproblem Luftreiniger mit VOC-Sensor einsetzen.
Lux (lx)
Lux (lx)
Definition: Misst die Beleuchtungsstärke – wie viel Licht auf einer Fläche ankommt. 1 Lux = 1 Lumen pro Quadratmeter.

Orientierungswerte:
  • 50–100 lx: Flur, Treppenhaus
  • 300–500 lx: Büroarbeitsplatz (Norm EN 12464-1)
  • 500–750 lx: Feine Handarbeit, Kochen
  • 1.000 lx+: OP-Saal, Präzisionsarbeit
Merkhilfe: Lumen = Gesamtlicht · Lux = Licht das ankommt.

M

Montagehinweise
Montagehinweise
Definition: Technische Vorgaben zur fachgerechten Installation eines Wäscheschachtsystems.
Montagebeispiel
Montagebeispiel
Definition: Konkretes Praxisbeispiel für den Aufbau und die Installation eines Wäscheschachtsystems über mehrere Etagen mit Fotos.

N

Nivo (SIGOR)
Nivo (SIGOR)
Definition: Schwenkbare SIGOR-Einbauleuchte für gezielte Lichtausrichtung in Wohn- und Präsentationsräumen.
Nudrop (SIGOR)
Nudrop (SIGOR)
Definition: Kabellose Akku-Tischleuchte von SIGOR in tropfenförmigem Design mit Touch-Dimmer.
Nuflair (SIGOR)
Nuflair (SIGOR)
Definition: Kabellose Akku-Tischleuchte von SIGOR mit Touch-Dimmer – für Esstisch, Sideboard oder Terrasse.
Nutzlichtstrom
Nutzlichtstrom
Definition: Lichtmenge in Lumen, die eine Leuchte tatsächlich in den Raum abgibt – nach Abzug der Verluste durch Gehäuse, Reflektor und Abdeckung. Praxisrelevantere Größe als der Lichtstrom am LED-Chip.

O

Objektbereich
Objektbereich
Definition: Einsatzbereich von Wäscheschacht-Systemen in gewerblichen oder öffentlichen Gebäuden mit erhöhten Anforderungen an Material, Hygiene und Brandschutz.

Typische Objekte: Hotels, Krankenhäuser, Pflegeheime, Sporthallen.

Besonderheiten: Edelstahl V2A statt PVC, Rohrdurchmesser bis 500 mm, Brandschutz-Einwurftüren F30/F90, ggf. horizontale Wäschelogistik (Hammerlit).

P

Panel-Leuchte (SIGOR)
Panel-Leuchte (SIGOR)
Definition: Flächige LED-Aufbauleuchte für gleichmäßige, blendfreie Raumbeleuchtung. Erreicht UGR < 19 für Bildschirmarbeitsplätze.
Planung (Wäscheschacht)
Planung (Wäscheschacht)
Definition: Festlegung von Rohrführung, Einwurfposition und Auffangsystem vor der Installation.

R

Raumlüftung
Raumlüftung
Definition: Oberbegriff für alle Systeme zur kontrollierten Belüftung von Innenräumen.

Unterscheidung: Dezentrale Wohnraumlüftung (Wanddurchführungsgeräte, keine Kanäle) vs. zentrale Lüftungsanlage (gemeinsames Kanalnetz).
Revisionsöffnung
Revisionsöffnung
Definition: Verschließbare Zugangsklappe im Wäscheschacht, die Inspektion und Entstauung im Betrieb ermöglicht.

S

Schalldruckpegel (dB / dB(A))
Schalldruckpegel (dB / dB(A))
Definition: Der Schalldruckpegel beschreibt die Lautstärke in Dezibel (dB). Der A-bewertete Schalldruckpegel dB(A) berücksichtigt die Frequenzempfindlichkeit des menschlichen Gehörs – die praxisrelevante Größe für Lüftungsgeräte.

Orientierungswerte:
  • 20–30 dB(A): Flüstern, Bibliothek
  • 35–40 dB(A): Ruhiges Büro, Kühlschrank
  • 45–50 dB(A): Normales Gespräch in 1 m Abstand
  • 55–60 dB(A): Belebtes Büro, Straßenlärm in der Ferne
Praxis bei Lüftungsgeräten: Der SmartFan arbeitet im Grundbetrieb bei ca. 25–30 dB(A) – leiser als ein Kühlschrank. Bei korrekter Auslegung des Luftwechsels bleibt der Betriebspunkt im komfortablen Bereich.
SIGOR
SIGOR
Definition: Deutscher Leuchten-Hersteller mit Fokus auf hochwertige, energieeffiziente LED-Systeme. 5 Jahre Garantie auf ausgewählte Produkte. Made in Germany.
SmartFan
SmartFan (ZEWO)
Definition: Dezentrales Lüftungssystem zur kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung von ZEWO (ZEWOTHERM).

Pendellüfter-Prinzip: Ventilator wechselt alle 70 Sekunden die Laufrichtung. Keramikspeicher nimmt Wärme auf und gibt sie zurück. Bis zu 90 % Wärmebereitstellungsgrad. Stets paarweise betrieben.

Varianten: SmartFan Funk (kabellos, Nachrüstung) · SmartFan Kabel (Neubau).
Solitär (Einwurfstation)
Solitär (Einwurfstation)
Definition: Freistehende oder wandmontierte Einwurfstation für den Wäscheschacht – elegante Alternative zur wandbündigen Einwurftür.
Sonderanfertigung
Sonderanfertigung
Definition: Individuell geplante Wäscheschacht-Lösung für spezielle bauliche Anforderungen. Bei Abweichung von der abZ ist ggf. eine ZiE erforderlich.

T

Technische Daten
Technische Daten (Lüftung)
Definition: Messwerte und Leistungsdaten des SmartFan-Systems: Volumenstrom (m³/h), Schalldruckpegel dB(A), Wärmebereitstellungsgrad, Leistungsaufnahme (Watt), Kernbohrdurchmesser.
Technische Leuchten (SIGOR)
Technische Leuchten (SIGOR)
Definition: LED-Leuchten für gewerbliche und funktionale Bereiche wie Büros, Flure und Treppenhäuser. Häufig mit UGR < 19.
Treiber (LED-Treiber)
Treiber (LED-Treiber)
Definition: Elektronisches Bauteil, das die Netzspannung (230 V) in die für LEDs benötigte Spannung und Stromstärke umwandelt und stabilisiert.

Warum wichtig? LEDs reagieren empfindlich auf Stromschwankungen. Bei SIGOR fest integriert und auf die LED abgestimmt.

Typen: Konstantstrom · Konstantspannung · Dimmbar (DALI, 1–10 V, Phasenanschnitt/-abschnitt).

Lebensdauer: 30.000–50.000 Stunden. Bei Leuchtenausfall oft der Treiber die Ursache.
TM-30 (Farbwiedergabe)
TM-30 (Farbwiedergabe)
Definition: Moderneres Bewertungsverfahren für Farbwiedergabe – prüft 99 statt 8 Testfarben.

Zwei Kennzahlen:
Rf (Fidelity Index): Wie genau werden Farben wiedergegeben? (wie Ra, 0–100)
Rg (Gamut Index): Wie lebendig wirken Farben? (Referenz = 100). Rg über 100 = lebendiger als unter Tageslicht.

Vorteil: Eine Leuchte kann Ra 90 haben, aber trotzdem flache Farben erzeugen – TM-30 macht das sichtbar.
Flimmern / Pst LM (LED)
Flimmern / Pst LM (LED)
Definition: Schnelle Helligkeitsschwankungen unter 80 Hz – vom Auge nicht bewusst wahrgenommen, kann aber Kopfschmerzen und Augenermüdung verursachen.

Messwert Pst LM:
  • Pst LM < 1,0: unbedenklich
  • Pst LM < 0,4: gut
  • Pst LM < 0,1: sehr gut (Premiumbereich)
Ursachen: Schlechter LED-Treiber, falscher Dimmer, No-Name-Lampen.
Tunable White
Tunable White
Definition: Lichttechnologie, bei der die Farbtemperatur stufenlos zwischen warmweiß und kaltweiß eingestellt werden kann. In ausgewählten SIGOR-Leuchten verfügbar, z. B. der Thala.

U

UGR (Unified Glare Rating)
UGR (Unified Glare Rating)
Definition: Maß für die Blendwirkung einer Leuchte. Je niedriger, desto weniger blendet sie.

Grenzwerte nach EN 12464-1:
  • UGR < 19: Pflicht für Bildschirmarbeitsplätze und Büros
  • UGR < 22: Ausreichend für Konferenzräume, Empfang
  • UGR < 25: Zulässig für einfache Tätigkeiten
Kontext: SIGOR Diled und Panel-Leuchten erreichen UGR < 19.

V

Ventilatoren (Bad & WC)
Ventilatoren (Bad & WC)
Definition: Kleinraumventilatoren zur Feuchtigkeits- und Geruchsabfuhr in Bädern, WCs und Feuchträumen – einfachere Alternative zur dezentralen Wohnraumlüftung ohne Wärmerückgewinnung.
Volumenstrom (m³/h)
Volumenstrom (m³/h)
Definition: Gibt an, wie viel Luft ein Lüftungsgerät pro Stunde fördert – gemessen in m³/h. Ausgangsgröße für die Berechnung des Luftwechsels.

Typische Werte beim SmartFan:
  • Grundbetrieb: ca. 20–40 m³/h (leise, energiesparend)
  • Nennbetrieb: ca. 40–60 m³/h (normaler Betrieb)
  • Intensivbetrieb: bis ca. 80 m³/h (nach Kochen, Duschen)
Wichtig: Bei Pendellüftern wird der Netto-Volumenstrom durch den paarweisen Betrieb erzeugt – ein einzelnes Gerät allein erzeugt keinen effektiven Luftaustausch.

W

Wäscheschacht
Wäscheschacht (Wäscheabwurfschacht)
Definition: Vertikales Transportsystem zur Weiterleitung von Schmutzwäsche über mehrere Etagen, direkt vom Einwurfpunkt bis zum Sammelraum.

Bestandteile: Einwurftüren (pro Etage), Schachtrohre (PVC oder Edelstahl), Verbindungsschellen, Bögen, Wandhalterungen und Auffangsack.

Einsatzbereiche: Privat (PVC) · Gewerblich (→ Objektbereich) mit Edelstahl und Brandschutz F30/F90.
Wäscheabwurfschacht
Wäscheabwurfschacht
Definition: Synonym für Wäscheschacht, häufig im technischen und gewerblichen Kontext verwendet.
Wärmerückgewinnung
Wärmerückgewinnung (WRG)
Definition: Technologie zur Rückgewinnung von Wärmeenergie aus der Abluft, um die Frischluft vorzuwärmen und Heizkosten zu senken.

Funktionsprinzip: Keramischer Wärmespeicher nimmt beim Abluftstrom Wärme auf und gibt sie beim nächsten Zuluftstrom zurück – alle 70 Sekunden (→ SmartFan-Pendellüfterprinzip).

Wirkungsgrad: Bis zu 90 %. Für BAFA-Förderung (BEG) sind mindestens 75 % gefordert.

Im Sommer umgekehrt: Die Keramikmasse kühlt warme Außenluft vor – passive Kühlung ohne Mehrverbrauch.

Z

ZiE – Zustimmung im Einzelfall
ZiE – Zustimmung im Einzelfall
Definition: Projektbezogener Verwendbarkeitsnachweis außerhalb des geregelten Anwendungsbereichs einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung (abZ). Gilt nur für das konkrete Einzelprojekt.

Typische Auslöser beim Wäscheschacht: Schachtquerschnitte über DN 500, Sonderformate, Einbau in Holzrahmenbau oder Spannbetondecken.